Gemeinsame Plattform für die Digitalisierung der GV
Die beiden Digitalisierungsspezialisten Kamasys und Qnips fusionieren zum neuen Unternehmen Menio. Dadurch entsteht eine gemeinsame Plattform für die digitale Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung (GV). Auch die Anbindung von Vending-Konzepten haben die Verantwortlichen im Blick.
VendingSpiegel, 20.03.2026 – In der Gemeinschaftsgastronomie entwickeln sich Daten zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. So ist eine konsistente Datenbasis über alle digitalen Berührungspunkte hinweg erforderlich, um Gästeservices und Betriebsabläufe effizient zu steuern. Für Technologiepartner wie Kamasys und Qnips bedeutet das, Kunden ganzheitlich über jeden dieser Berührungspunkte zu betreuen. Das soll nun gemeinsam unter dem neuen Namen Menio gelingen.
Mit dem Zusammenschluss positionieren sich die beiden Unternehmen als zentraler Lösungsanbieter für diese Aufgabe, indem sie zwei komplementäre Kompetenzfelder vereinen. Während Qnips eine moderne Plattformarchitektur für digitale Gästeservices entwickelt hat, verfügt Kamasys über umfassende Erfahrung in der Integration und im Betrieb komplexer Systemlandschaften in Catering-Unternehmen. „Gemeinsam entsteht eine Plattform, auf der Front-of-House-Daten zentral zusammenlaufen und übergreifend nutzbar werden“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung.
Integrierte Lösungen schaffen
Qnips-Geschäftsführer Christian Brützel erläutert: „Kamasys und Qnips sind sich im Markt über viele Jahre hinweg auf Augenhöhe begegnet. In unseren Gesprächen wurde schnell deutlich, dass wir eine sehr ähnliche Vorstellung davon haben, wie sich die digitale Infrastruktur der Gemeinschaftsgastronomie entwickeln wird.“ Der Zusammenschluss sei deshalb ein konsequenter Schritt: Gemeinsam entsteht ein Team von über 70 Mitarbeitern, das diese Vision für Kunden deutlich schneller und wirkungsvoller umsetzen will.
„Der Markt verlangt zunehmend integrierte Lösungen statt isolierter Systeme“, ergänzt Kamasys-Geschäftsführer Marcel Konrad. „Mit dem Zusammenschluss schaffen wir die organisatorische und technologische Grundlage, um unsere Kunden ganzheitlich zu begleiten – von der Projektplanung über Installation und Inbetriebnahme bis hin zu Support und Field-Service für eigene Lösungen oder Produkte aus dem Partnernetzwerk“, betont Konrad.
Anbindung an Vending- und Smart-Store-Konzepte
Technologiepartnerschaften bleiben auch nach der Fusion ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie, heißt es weiter. Die Plattform sei bewusst offen konzipiert und ermögliche über standardisierte Schnittstellen die Integration externer Systeme und spezialisierter Lösungen. Hierbei sei Künstliche Intelligenz ein zentraler Wettbewerbsfaktor und Hebel für Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Betriebsgastronomie. Prognosen, Absatzsteuerung und optimierte Produktionsplanung setzten jedoch eine durchgängige und belastbare Datengrundlage voraus.
In vielen Betrieben seien Menio zufolge relevante Informationen über unterschiedliche Systeme verstreut – und damit nur eingeschränkt steuerungsfähig. „Mit der Fusion schließen wir im Front of House den Kreis“, betont Qnips-Geschäftsführer André von Hören. „Durch die Integration einer eigenen Checkout- und Kassenlösung ergänzend zu Bestellungen per App oder Web, Self-Order-Kiosken sowie Anbindungen an Vending-Automaten oder autonome Stores führen wir alle transaktionsrelevanten Touchpoints auf einer gemeinsamen Plattform zusammen“, erläutert er. Die Daten werden zentral in einem konsistenten Modell gespeichert und verfügbar gemacht. Durch die Ergänzung um Profil- und Nutzerdaten, Menü- und Stammdaten sowie Kontextinformationen wie Kalenderdaten, Gebäudeauslastung oder Wetter sollen die Voraussetzungen für den gewinnbringenden Einsatz von KI-Modellen geschaffen werden.
Digitalisierungspartner für die GV
Mit der Fusion positioniert sich das neue Unternehmen Menio nach eigenen Worten als „technologiegetriebener Infrastrukturpartner für die Gemeinschaftsgastronomie“. Dazu gehöre der Anspruch, die Voraussetzungen für datenbasierte, automatisierte und KI-gestützte Betriebsmodelle zu schaffen. Der Zusammenschluss sei damit nicht nur eine organisatorische Entscheidung, sondern ein klares strategisches Signal an die Branche. Dazu heißt es in der gemeinsamen Mitteilung: „Die Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung ist plattformbasiert, integriert – und datengetrieben.“
sn