Der italienische Automatenhersteller Rheavendors konnte das eigene ESG-Rating von der bisherigen Stufe ‚BB‘ auf ‚BBB‘ verbessern. Foto: Nolte
Automatenhersteller steigert ESG-Rating
In den letzten Jahren hat Rheavendors einen schrittweisen Prozess zur Stärkung der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie eingeleitet. Die aktuelle Heraufstufung des ESG-Ratings bestätigt die Nachhaltigkeits-Strategie.
VendingSpiegel, 21.04.2026 – Im vergangenen Jahr erhielt Rheavendors von der Rating-Agentur Cerved das ESG-Rating „BB“ (VendingSpiegel berichtete). Diese Einstufung konnte nun mit der Punktzahl 66,6 von 100 auf die Stufe „BBB“ gesteigert werden. Das Unternehmen liegt auf der siebten von zehn Stufen und damit über dem Median des Referenzclusters „Fornitures & Consumer Durables“.
Laut der Analyse der Rating-Agentur zeige Rhea eine hohe Kompetenz im Umgang mit ESG-Risiken und -Chancen, mit einer insgesamt überdurchschnittlichen Performance im Vergleich zum Referenzcluster und einem strukturierten Ansatz zur Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien in strategische Entscheidungen. „Die Verbesserung des ESG-Ratings spiegelt den Weg wider, den Rhea beschreitet, um ESG-Praktiken zunehmend in seine Unternehmensstrategien zu integrieren und Nachhaltigkeit als Hebel für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Wertschöpfung zu festigen“, hebt der Hersteller hervor.
Maßnahmen auf breiter Linie
Zu den Ergebnissen, die zur Verbesserung des ESG-Ratings beigetragen haben, gehören die Verabschiedung eines Nachhaltigkeitsplans der Gruppe für den Zeitraum 2024 bis 2026 sowie die Einrichtung eines Nachhaltigkeitsausschusses und die Zuweisung spezifischer Zuständigkeiten für ESG-Themen auf Ebene des Verwaltungsrats. Darüber hinaus wurde ein Nachhaltigkeitsbericht mit einem auf die gesamte Gruppe erweiterten Umfang erstellt, der somit auch die ausländischen Tochtergesellschaften einschließt und auf einem doppelten Materialitätsanalyseprozess basiert. Nicht zuletzt wurde der Beitritt zum UN Global Compact berücksichtigt, der Bekenntnis des Unternehmens zu den internationalen Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Unternehmensverantwortung bekräftigt.
Im Umweltbereich weist das ESG-Rating laut Mitteilung eine überdurchschnittliche Leistung auf, die durch ein nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziertes integriertes Managementsystem sowie durch eine Reihe von Initiativen zur Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft gestützt wird. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen für die Standorte in Italien und Österreich sowie die Installation von Photovoltaikanlagen und Infrastruktur für die Elektromobilität. Hinzu kommen die Durchführung von Ökobilanzanalysen für einen Teil der Produkte und das Projekt „Second Life“. Dieses widmet sich der Rückgewinnung und Aufarbeitung gebrauchter Maschinen im Sinne der Kreislaufwirtschaft.
Schließlich schneidet Rhea auch im sozialen Bereich besser ab als der Branchendurchschnitt. Zu den in der Analyse berücksichtigten Faktoren gehört, dass über 98 Prozent der Mitarbeiter unbefristete Arbeitsverträge haben und Schulungs- und Kompetenzentwicklungsprogramme angeboten werden. Auch gibt es Initiativen zur Stärkung der Rolle der Frau, darunter das interne Programm „Women Spark“. Ebenfalls genannt werden die Unterzeichnung des Manifests „Unternehmen für Menschen und Gesellschaft“ des UN Global Compact Network Italia sowie auch die Erlangung der Zertifizierung nach UNI PdR 125:2022 zur Gleichstellung der Geschlechter und Einführung von Richtlinien zu Vielfalt und Inklusion.
Kein Stillstand
Das aktuell erreichte Rating sieht der Hersteller nur als Momentaufnahme. „Der von uns eingeschlagene Weg sieht für die kommenden Jahre weitere Entwicklungen vor, darunter die Stärkung der Maßnahmen zum Lieferkettenmanagement, die Festlegung immer besser strukturierter Umweltziele und die Ausarbeitung eines Klimaplans“, erklärt Andrea Pozzolini, CEO von Rhea. Nachhaltigkeit sei für das Unternehmen kein Endziel, sondern ein kontinuierlicher Prozess der Weiterentwicklung und strategischen Integration.
„Die Heraufstufung von ‚BB‘ auf ‚BBB‘ ist eine wichtige Anerkennung für die Arbeit, die wir in den letzten Jahren geleistet haben. Vor allem aber bestätigt sie, dass Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist“, sagt Vorstandsmitglied Stefano Macchi, zuständig für das Thema Nachhaltigkeit bei Rhea. „Für uns bedeutet dies, Produkte und Prozesse innovativ zu gestalten, unsere Mitarbeiter zu fördern und dazu beizutragen, nachhaltigen Mehrwert für alle unsere Stakeholder zu schaffen“, ergänzt Macchi.
sn