Die Verkehrsgastronomie-Betreiber Janova und HBB setzen mit der Recup-Partnerschaft eine Referenz für die gesamte Branche und zeigen, dass Mehrweg auch an den frequenzstärksten und betrieblich anspruchsvollsten Standorten funktioniert. Foto: Recup/Julian Schöll
Pfandsystem an Bahnhöfen und ÖPNV-Stationen
Die Verkehrsgastronomie-Betreiber Janova und HBB werden Recup-Partner und bieten Mehrweg an 92 Gastronomiestandorten an Bahnhöfen und ÖPNV-Stationen an. Damit wird das Rücknahmesystem für Reisende und Pendler leichter verfügbar.
VendingSpiegel, 11.06.2026 – Bis Juni 2026 wollen Janova und HBB auf Recup Becher als Mehrwegalternative umstellen. Die Unternehmen betreiben Standorte an Bahnhöfen, Flughäfen und ÖPNV-Stationen, wo täglich rund 27 Millionen Menschen in Deutschland Busse und Bahnen nutzen, Getränke unterwegs konsumieren und Mehrweg bisher meist die Ausnahme war. Mit insgesamt 92 Gastronomiestandorten in ganz Deutschland sei das ein echter Schritt, um Mehrweg im Reisealltag zur Selbstverständlichkeit zu machen, heißt es in der offiziellen Mitteilung.
Philipp Goos, Geschäftsführer Recup, erläutert: „Wer täglich unterwegs ist, will beim Kaffee-to-Go nicht lange überlegen. Genau deshalb ist Mehrweg an Verkehrsknotenpunkten so wichtig und hat großes Potenzial.“ Dabei sei das Pfandprinzip bekannt, das Netzwerk groß, und der Becher könne beim nächsten Halt schnell zurückgegeben werden. „Mit Janova und HBB schließen wir eine Lücke, die es schon viel zu lange gab“, betont Goos.
Drei Marken, ein System
Seit Mai ist Janova Mehrweg-Partner und setzt erstmals einheitlich über alle drei Gastronomiemarken Scoom, Cuccis und Mishba hinweg ein solches Konzept um. Die Marken betreiben zusammen 47 Standorte an Bahnhöfen, Flughäfen und U-Bahn-Stationen in Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt und München. Das Pfandprinzip ist dabei überall gleich und fügt sich in bestehende Abläufe ein, ohne dass Mitarbeiter lange umgeschult oder Prozesse neu aufgesetzt werden müssen. Niclas Meyer, Geschäftsführer Janova, hebt hervor: „Wer mehrere Konzepte parallel betreibt, braucht eine Mehrweglösung, die sich nicht an jedem Standort anders anfühlt. Mit Recup haben wir genau das gefunden. Das System läuft vom ersten Tag an."
Start mit drei Hamburger Filialen
Das Unternehmen Hamburger Bahnhofsbetriebe Basal (HBB) ist zum 1. Mai mit drei Hamburger Filialen in das Recup-System gestartet: an den Bahnhöfen Alte Wöhr, Holstenstraße und Wandsbeker Chaussee. Über Franchisepartner betreibt HBB mit den Konzepten „HBB Store“ und „HBB Bistro“ aktuell insgesamt 45 Standorte an Bahnhöfen in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen. Die Konzepte sind auf ein bedarfsorientiertes, bahnhofsspezifisches Angebot ausgerichtet und bieten ein vielseitiges Sortiment für den Reisealltag. Nach dem Start in Hamburg soll das Pfandsystem auf weitere Standorte ausgeweitet werden. Der Anbieter wird dabei in bestehende Abläufe integriert und ergänzt das Angebot um eine Mehrwegalternative.
Arif Basal, Geschäftsführer der HBB, sagt zum Konzept: „Unsere Standorte brauchen Lösungen, die im täglichen Betrieb unkompliziert funktionieren – sowohl für unsere Teams als auch für unsere Gäste und Kunden. Mit RECUP haben wir ein System gefunden, das sich einfach in bestehende Abläufe integrieren lässt.“
Erst der Anfang
Für die Verkehrsgastronomie sei das Mehrweg-Konzept laut Recup-Management erst der Anfang. Janova und HBB setzten damit eine Referenz für die gesamte Branche und könnten so zeigen, dass Mehrweg auch an den frequenzstärksten und betrieblich anspruchsvollsten Standorten funktioniere. Das Potenzial sei enorm: Nirgendwo sonst erreiche Mehrweg so viele Menschen in so kurzer Zeit. Mit jedem neuen Pfandsystempartner an Verkehrsknotenpunkten werde das Netzwerk dichter und Mehrweg für Reisende und Pendler ein Stück selbstverständlicher, heißt es in der Mitteilung.
rl