Tante Enso / DHBW

Smart-Stores wachsen im ländlichen Raum
Seit dem 28. Mai verfügt die niedersächsische Gemeinde Langen über einen Smart-Store der genossenschaftlich organisierten Marke Tante Enso. Auf etwa 230 Quadratmetern werden rund 3.000 Produkte für die Nahversorgung angeboten. Bei dem Konzept sind die Öffnungszeiten mit Personal limitiert, zu den übrigen Zeiten können Kunden ihren Einkauf über Selfcheckout-Kassen bezahlen.
Die Filiale in Langen ist bereits der 88. Standort von Tante Enso. Und laut der Zählung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heilbronn handelt es sich um den 1.000. Smart-Store in Deutschland. Das nahm Stephan Rüschen, Studiengangsleiter Retail-Management und Professor für Lebensmittelhandel an der DHBW Heilbronn, zum Anlass, an der Markteröffnung teilzunehmen.
Neues Whitepaper der DHBW
Pünktlich zur Eröffnung in Langen hat die DHBW das Jubiläums-Whitepaper „1.000 Smart-Stores 24/7“ veröffentlicht. Dieses enthält aktualisierte Übersichten zu den Standorten, Technologien und Betreibern im Markt. Den Jubiläums-Store in Langen bezeichnen die Autoren Stephan Rüschen und Andrea Nitsche darin als „bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung dieser Betriebsform im LEH“.
Und die Entwicklung ist den Experten zufolge noch nicht am Ende. So würden bundesweit kontinuierlich neue Stores in unterschiedlichen Ausführungen hinzukommen. Seit Januar 2026 waren es in Deutschland demnach im Durchschnitt 0,8 Stores pro Tag.
Übernahme mehrerer Tegut-Standorte
Das Tante-Enso-Konzept wächst aber nicht nur an einzelnen Standorten. Im März wurde bekannt, dass sich die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich von ihrer Tegut-Beteiligung in Deutschland mit etwa 350 Supermärkten trennt. Mehr als 30, vorwiegend kleinere und ländliche Standorte, werden künftig von Tante Enso fortgeführt. „Wir wissen, wie wichtig die Märkte für ihre Gemeinden sind. Und wir wissen auch: Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden“, hebt das Unternehmen hervor.
Nach Zustimmung durch die Kartellbehörden sollen diese Standorte schrittweise in das Tante-Enso-Modell überführt werden. Man stehe am Anfang eines großen, bedeutenden Schritts, teilt das Unternehmen mit. In der Mitteilung heißt es weiter: „Wir wachsen – nicht, um zu wachsen, sondern um Versorgung, Nähe und Gemeinschaft zu sichern.“







