Eröffneten Ende Mai den Tante-Enso-Standort in Langen (v.l.): Bürgermeister Franz Uhlenberg (l.) und seine Stellvertreterin Simone Remke, sowie Tante-Enso-CEO Norbert Hegmann (2.v.l.) und Retail-Experte Stephan Rüschen. Foto: Tante Enso
Smart-Stores wachsen im ländlichen Raum
Ende Mai eröffnete mit der Tante-Enso-Filiale in Langen der 1.000. Smart-Store in Deutschland. Der Konzeptanbieter wächst auch an anderer Stelle: Durch die Übernahme mehrerer Tegut-Standorte hält Tante-Enso weiter Einzug in ländlichen Regionen.
VendingSpiegel, 17.06.2026 – Seit dem 28. Mai verfügt die niedersächsische Gemeinde Langen über einen Smart-Store der genossenschaftlich organisierten Marke Tante Enso. Auf etwa 230 Quadratmetern werden rund 3.000 Produkte für die Nahversorgung angeboten. Bei dem Konzept sind die Öffnungszeiten mit Personal limitiert, zu den übrigen Zeiten können Kunden ihren Einkauf über Selfcheckout-Kassen bezahlen.
Auf 230 Quadratmetern stehen etwa 3.000 Produkte für den täglichen Bedarf bereit. Foto: Tante Enso
Die Filiale in Langen ist bereits der 88. Standort von Tante Enso. Und laut der Zählung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heilbronn handelt es sich um den 1.000. Smart-Store in Deutschland. Das nahm Stephan Rüschen, Studiengangsleiter Retail-Management und Professor für Lebensmittelhandel an der DHBW Heilbronn, zum Anlass, an der Markteröffnung teilzunehmen.
Bezahlt wird im Tante-Enso-Store an Selfcheckout-Kassen. Foto: Tante Enso
Neues Whitepaper der DHBW
Pünktlich zur Eröffnung in Langen hat die DHBW das Jubiläums-Whitepaper „1.000 Smart-Stores 24/7“ veröffentlicht. Dieses enthält aktualisierte Übersichten zu den Standorten, Technologien und Betreibern im Markt. Den Jubiläums-Store in Langen bezeichnen die Autoren Stephan Rüschen und Andrea Nitsche darin als „bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung dieser Betriebsform im LEH“.
Und die Entwicklung ist den Experten zufolge noch nicht am Ende. So würden bundesweit kontinuierlich neue Stores in unterschiedlichen Ausführungen hinzukommen. Seit Januar 2026 waren es in Deutschland demnach im Durchschnitt 0,8 Stores pro Tag.
Tante-Enso-CEO Norbert Hegmann (l.) und DHWB-Retail-Experte Stephan Rüschen schneiden den Kuchen zur Eröffnung des 1.000. Smart-Stores in Deutschland an. Foto: Tante Enso
Übernahme mehrerer Tegut-Standorte
Das Tante-Enso-Konzept wächst aber nicht nur an einzelnen Standorten. Im März wurde bekannt, dass sich die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich von ihrer Tegut-Beteiligung in Deutschland mit etwa 350 Supermärkten trennt. Mehr als 30, vorwiegend kleinere und ländliche Standorte, werden künftig von Tante Enso fortgeführt. „Wir wissen, wie wichtig die Märkte für ihre Gemeinden sind. Und wir wissen auch: Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden“, hebt das Unternehmen hervor.
Nach Zustimmung durch die Kartellbehörden sollen diese Standorte schrittweise in das Tante-Enso-Modell überführt werden. Man stehe am Anfang eines großen, bedeutenden Schritts, teilt das Unternehmen mit. In der Mitteilung heißt es weiter: „Wir wachsen – nicht, um zu wachsen, sondern um Versorgung, Nähe und Gemeinschaft zu sichern.“
sn
